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Round not Square in Sjøland

Eine Reise zur Sjøland-Ausstellung ins Edvard-Munch-Haus in Warnemünde

Vergangenes Wochenende haben wir in Warnemünde im Edvard-Munch-Haus eine Ausstellung zu Sjøland eröffnet. Der perfekte Anlass, quasi den kompletten Verlag in ein Auto zu packen und zusammen an die Ostsee zu fahren. Vor der Ausstellungseröffnung blieb genug Zeit, um das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden: Noch ein letztes Mal in diesem Jahr Meerluft schnuppern, am Strand Pommes essen, Drachen steigen lassen … Und Robben haben wir auch noch besucht.

Das Edvard-Munch-Haus

Die Ausstellung richten wir gemeinsam mit den Sjøland-Künstlern Herbert Eugen Wiegand und Heike Schmitz sowie dem Förderverein Edvard-Munch-Haus Warnemünde e. V. aus. Der Verein pflegt das Andenken an die Warnemünder Zeit des norwegischen Malers Edvard Munch, der dort zwischen 1907 und 1908 18 Monate verbracht hat. Das Haus, in dem er damals lebte, ist heute ein Raum für kulturelle Begegnungen zwischen Norwegen und Deutschland — der perfekte Rahmen also für Sjøland.

Das Gebäude selbst in einer der Höhepunkte unseres Besuches. Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes original Warnemünder Fischerhaus, das in einer Reihe schmaler, kleiner Häuser in vorderster Reihe „Am Strom“ direkt an der Warnow steht. Dem Hauptraum vorgelagert ist ein wunderschöner Wintergarten, es gibt einen Innenhof mit Birnbaum und eine kleine Bibliothek, die sich perfekt für eine kleine – oder auch größere! – Buchrollensammlung anbietet.

Die Ausstellung

Und dann erst die Ausstellung selbst! Die Sjøland-Grafik setzt sich aus 96 aneinander gereihten Linolschnitten der norwegischen Küstenlandschaft zusammen (Mehr zur Buchrolle auf unserer Website). Herbert hat seine Originaldrucke mitgebracht, die in dem langen, lichten Raum hervorragend zur Geltung kommen. Außerdem haben wir gerahmte Kunstdrucke dabei, die es ab jetzt auch bei uns im Shop zu kaufen gibt.

 

Die Ausstellungseröffnung ist hervorragend besucht, darüber freuen wir uns natürlich sehr. Zur Begrüßung gibt es eine Einführung von Petra Schmidt Dreyblatt, der künstlerischen Leiterin des Edvard-Munch-Hauses. Dann erzählt Herbert von Harøy und den Veränderungen in der Region, die ihn zur Arbeit an Sjøland inspiriert haben. Heike weitet diesen Einblick auf die literarische Ebene aus, als sie aus den Texten vorliest, auf denen die Erzählung in den Bänden Sjø und Land basiert. Und zu guter Letzt stellen Antonia und Ioan noch die Idee hinter Round not Square vor und warum manche Ideen – wie eben z. B. auch Sjøland – einfach im Rollenformat am besten zur Geltung kommen …

Lust auf Meer?

Die Ausstellung hängt noch bis bis zum 25. November 2018, man kann sich dort auch durch die drei Buchrollenausgaben rollen. Wer noch hingehen möchte: Das Edvard-Munch-Haus ist immer sonnabends von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Besuche sind außerdem im Rahmen von Veranstaltungen oder nach vorheriger Absprache möglich.

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Privet, Provintsiya

Bild-, Wort- und Tonkunst, ein volles Haus, und Wodka für alle – bei der Veranstaltung zur Buchrolle PROVINTSIYA im Haus der Poesie mussten keine Wünsche offen bleiben. Hier ein paar Impressionen vom wirklich rundum gelungenen Abend mit einem herzlichen Dankeschön an alle Beteiligten & Gäste!

Mit ihrer transmedialen Präsentation von Fotografien, Gedichten, Texten und Tönen nahmen uns Hendrik Jackson und Heinrich Völkel mit auf ihre Reise durch die russische Provinz. Danach gab’s fröhliches Zusammensein mit Musik von DJane Svetomusika. Ein großer Spaß, so ein russischer Abend! Man bekam gleich Lust auf mehr – es würde uns nicht überraschen, wenn noch in derselben Nacht ein paar Flüge in Richtung Provintsiya gebucht wurden. Wer dafür weder Zeit noch Geld hat, dem legen wir ersatzweise unbedingt die Buchrolle ans Herz!

Um mehr über die Buchrolle zu erfahren, klicke hier!

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Round not Square On The Rugs

Weil man bei Design aus dem Iran gerne an Teppiche denkt, haben wir uns für die Premiere unserer BEYOND CURTAINS Buchrolle mit Anna Wahdat von On the Rugs in Hamburg zusammen getan. Autorin Lena Späth reiste extra aus Barcelona an und setzte sich mit Antonia und FAZ-Redakteur Christian Meier zum Gespräch über ihr Projekt auf den Teppich.

Ein großes Dankeschön an Anna und ihren Vater Herrn Wahdat, die uns so herzlich begrüßten, dass uns trotz echt Hamburger Wetter gleich ganz warm ums Herz wurde.

Hier ein paar Impressionen von diesem rundum gelungenen Abend – inklusive Schnelldurchlauf durchs Buch!


Because we imagine carpets when we think about Persian design – and it’s true, though there’s so much more to it! – we paired up with Anna Wahdat from beautiful carpet lable On the Rugs in Hamburg for the launch of our latest scroll, BEYOND CURTAINS. Author Lena Späth came all the way from Barcelona and sat down on a stack of carpets with our own Antonia and FAZ-journalist Christian Meier for a diverting talk about her project and a Q&A session.

A huge and heartfelt Thank You to Anna and her father Mr. Wahdat who were so very welcoming we felt all warm and fuzzy in spite of real authentic Hamburg weather.

Here’s some impressions of this lovely evening – including a quick tour all through the scroll. Enjoy!


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Round not Square lässt die Sau raus

Im Deutschen gibt es eine Fülle wunderbarer Sprichwörter mit Schweine-Thema: Man fährt “wie eine gesengte Sau”, “keine Sau war da”, und wenn man in besonderer Feierlaune ist, lässt man auch mal richtig “die Sau raus”. Wenn man das als Hinweis auf die Rolle des Schweins in der deutschen Kultur liest, kann es nur wenig überraschen, dass es ein Schwein war, das zum Hauptcharakter einem der allerersten deutschen Comics wurde.

Als Ludwig Emil Grimm sich in den Kopf setzte, eine Bildgeschichte über das Leben der “merkwürdigen und liebevollen Sau von Ihringshausen” zu schreiben, hielt ihn – trotz der potentiellen Schwierigkeiten für jedes Storytelling – nicht einmal die notorische Kürze eines durschnittlichen Schweinelebens davon ab. Natürlich ist es schwierig, einen vorzeitigen Tod durch Schlachten zu vermeiden, wenn man ein Hausschwein porträtiert. Aber Grimm zeigt, dass das einer guten Geschichte gar nicht im Wege stehen muss.

Mit spitzer Feder und schwarzem Humor beschreibt er das Leben einer Sau vom Stall bis ins Grab, beziehungsweise zum Metzger … und dann einfach weiter darüber hinaus, bis hin zum wahrscheinlich ersten autobiographischen Bericht eines Schweins in der Literaturgeschichte. Das Ergebnis? Eine ebenso absurde wie lustige Geschichte mit wunderbar detailreichen Zeichnungen die zeigen, dass Grimm nicht nur handwerklich sehr begabt, sondern auch ein scharfer Beobachter der Eigenarten und Schwächen seiner Zeitgenossen war.

Als die Sau geschlachtet ist, und jedes ihrer Körperteile von den Ohren bis zu den Hufen in Berge von Deliktassen verarbeitet wird, drängt sich uns modernen Lesern der Vergleich dazu auf, wie heute Fleisch konsumiert wird. Natürlich hat schon damals zu Grimms Zeiten nicht jedes Schwein eine Würdigung erlebt wie die nun eben besonders liebenswerte und zudem noch außergewöhnlich ergiebige Ihringshäuser Sau. Aber Fleisch war auf jeden Fall keine Selbstverständlichkeit, und die Tiere, von denen es kam, wurden mit Respekt behandelt.

Darum war es besonders schön, dass wir am Erscheinungstag die Sau gemeinsam mit unseren Freunden von Meine kleine Farm rauslassen konnten, der „Online-Metzgerei“ mit Mission: Bewusster Konsum, besseres Fleisch, glücklichere Tiere, Metzger, Bauern und Konsumenten. Das Motto: Weniger Fleisch, mehr Respekt!

Wir sind uns sicher, die Ihringshäuser Sau wüsste das zu schätzen.

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Comics und Buchrollen

Was ist ein Comic? Wo fängt das Medium an und wo hört es auf? Die einen erkennen bereits in steinzeitlichen Höhlenmalereien die ersten Belege der Comickunst, für andere ist Wilhelm Busch der Gründervater des Comics – und dazwischen liegt eine riesige Spanne mit unzähligen Möglichkeiten. Doch all diese Fragen brauchen uns an dieser Stelle nicht weiter zu beschäftigen, denn was sich mit einiger Sicherheit festhalten lässt, ist, dass der moderne Comic, wie wir ihn heute kennen, seinen Ursprung in amerikanischen Tageszeitungen hatte.

Da Comics in den Tageszeitungen anfangs immer eine unterhaltende und vor allem komödiantische Komponente besaßen, gerieten sie schnell in die Ecke für „Schund” und „Kinderkram“. Natürlich sind sie viel mehr als das – trotzdem blieb dem Medium in Deutschland die Anerkennung, gerade im Vergleich zu Frankreich, Japan und den USA, verwehrt. Es gibt Comics, die sich mit wichtigen kulturellen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen, den Lesern etwas beibringen, neue Perspektiven aufzeigen, Wissen und Werte vermitteln, Fragen aufwerfen oder auch einfach nur gute Freunde gegen die Langeweile werden. Egal ob heldenhaft, abenteuerlich, lustig, politisch, lehrreich, emotional, gruselig, dokumentarisch oder philosophisch; jedes Thema hat seine Daseinsberechtigung und erst diese Vielfalt verleiht dem Medium seine Tiefe.

Obwohl sich der Comic bereits Ende des 20. Jahrhunderts als eigenständige Medienform etabliert hatte, gelang es ihm nicht vollends, das Label der Schundliteratur abzustreifen. Unterstützung im Streben nach Anerkennung erhielt der Comic unerwartet aus einer ganz anderen Richtung: dem Film. Denn das Aufkommen der zahlreichen Comicverfilmungen lieferte dem Medium eine neue Aufmerksamkeit. Ein entscheidendes Puzzleteil dieses Umdenkens war sicherlich Christopher Nolans „The Dark Knight“ (2008), der auf der Liste der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten Platz 26 belegt (Stand: 22. September ’16).

Dass auch technische Entwicklungen die Genese des Comics beeinflussten, thematisierte Scott McCloud, selber Comic-Künstler und -Theoretiker, um die Jahrtausendwende mit seinem Werk „Comics neu erfinden“. In der zunehmenden Verbreitung des Heimcomputers und mit dem Aufkommen des Internets sah er das Potenzial neuer Gestaltungsfreiheit und etablierte den Begriff der „unendlichen Leinwand“; womit es ihm vor allem um digitale Comics ging. Durch den Heimcomputer war damals eine neue Art des Lesens angebrochen, die heute selbstverständlich ist, denn die Nutzer der Websites mussten nun „scrollen“, um sie zu lesen. Und wenn es möglich war, Websites auf diese Art zu gestalten, wieso dann nicht auch Comics? Ein Gedanke, der Scott McCloud zur „unendlichen Leinwand“ inspirierte. Die Vielfalt des Comics setzte sich also nicht mehr nur inhaltlich fort, sondern fand auch in der Auseinandersetzung mit den Grenzen des Formats statt.

Ein Künstler, der das Format der „unendlichen Leinwand“ besonders beherzigt hat, ist Daniel Lieske. Mit seiner digitalen Graphic Novel „Wormworld Saga“ (die er kostenlos zugänglich gemacht hat) setzte er praktisch dort an, wo Scott McClouds Theorie hindeutete – ein Comic, der das gängige Format aufbricht und durch seine unendlich anmutende Gestaltung im Lesefluss nicht unterbrochen wird.

Für den Comic ist also die Stunde der Freiheit angebrochen. Das Medium entwächst nicht nur dem ohnehin schon immer falsch gesetzten Label „Kinderkram“, es drängt förmlich in die Richtung der neuen Ideen und Ansprüche, der Freiheit im Denken, der neuen Plots und unverbrauchten Formate. Das gefällt uns natürlich. Und was bietet sich da mehr an, als die neuen digitalen Freiheiten auch physisch umzusetzen? Also arbeiten wir schon seit einiger Zeit an unserem ersten Comic, natürlich nicht alleine, sondern in Persona von Paul Rietzl. Im Herbst erscheint dann sein Werk „Shipwreck“ bei Round not Square als erster Comic auf Buchrolle; mehr dazu gibt es bald. Eine gewisse Aufregung lässt sich an dieser Stelle nicht leugnen und wir geben zu, dass wir mit unseren Buchrollen vielleicht noch ein Stück weit von unendlich entfernt sind – aber mindestens genauso fern sind wir dem gewöhnlichen DIN A4-Format.

Unter den folgenden Links könnt ihr Paul Rietzl folgen und euch jetzt schon Eindrücke zu seinen Arbeiten verschaffen:
Pauls Website | Paul bei Facebook | bei Twitter | bei Tumblr | und Behance

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I Never Read

Me neither.

I know that art can be worth a thousand words, that one can feel the hours of work that went into selecting the right paper for a book and that, besides the knowledge contained, a book’s worth is also defined by the quality of work that went into binding and realizing it.

The I Never Read Art Book Fair Basel was quite the right place for discovering this kind of special books. There were some amazing art projects on display there and I’d love to share some which particularly caught my eye with you:

Black print on black paper: as crazy as it sounds
There is a reason why certain culture differentiate between various shades of black or various tones of white. Because black is not black. And the project below really caught my eye, because it pushes these boundaries and introduces contrast where you wouldn’t expect it with the right choice of paper and ink. It’s just gorgeous!

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3000m: what happens when you take a pencil and draw lines until the pencil is consumed
Martin Schwab – an Artist book binder based in Basel – took a pencil and started drawing lines on paper… 1.080 pages later, the pencil was consumed. Binding these pages with a stunning red an gold cover makes for a piece of art which could be the most exclusive notebook ever if you’d want to put it to practical use or juste a unique collectible.

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Along the Rhine: oh wait, that should have been printed on a scroll!
The Basel based independent publishing group 3rei5uenf6echs brought this leporello to Basel and although I stood in ave and admiration in front of the drawing and the quality of the book realized, I couldn’t help but think that it would have been amazing as a scroll as well. Definitely and inspiration for us!

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After all that looking and touching, I felt like I could take a rest in one of the lounge chairs scattered around in the courtyard of Kaserne Basel and finish up Kerouac’s “on the road – the original scroll” (yes, right, he wrote that one on a scroll! Imagine…) while snacking on Ricola sweets gently provided in incredible quantities by I Never Read’s main sponsor.

I Never Read. Unless I do.

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Summer in the City

Summer is here! The sun is shining and the sky is blue, it’s getting warmer and warmer, bees are humming – you get the picture – and everybody who is still inside starts contemplating how to change that and leave the house for a bit of summer in the city.

This is what we want to do as well.

Why we do fairs, one might ask, as we are talking constantly about our new shop (and seen from that perspective I don’t know why I would ever leave my beautiful desk). But these fairs – focused on books, art or design – have considerable advantages, of course. We can get our books some fresh air, meet lots of interested people and enjoy the special atmosphere. The crowd is open, at least, if not in search of the unusual, the unseen and unheard of. Especially the small, relatively new markets are so much more casual, urban and fresh than many of the well-established huge events. And in summer it is just great fun to be around and a part of all this. Between food stalls, music and ice cream you can find innovative ideas, lots of inspiration, unique things … and our scrolls!

After having had a marvelous time at the supernice and not less successful UlmUnusual design fair in Germany’s South in March, our next stop is the most local of all design markets (at least for us): Weddingmarkt at Nordufer in our beloved neighborhood: Berlin’s one and only Wedding. On June, 5th and July, 3rd we will contribute to Wedding’s local culture at Nordufer by selling our precious books to fellow Weddingers, berliners and interested others.

And what else is coming up?

We are preparing for the „I never Read“ in Basel at the moment, which is taking place the 15th to 18th of June. And then, the 18th of June is the summer street party on Wörther Straße in Prenzlauer Berg’s Kollwitzkiez. We will be selling our scrolls at one of Berlin’s nicest book shops that day, all day long: the Georg Büchner Kunstbuchladen.

So, maybe, we’ll meet you there with a glass of white wine in our hands, strawberries in our mouths or just summer in our hearts.

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In retrospect: “Eurylochus” – Vernissage

We celebrated the opening of our exhibition of Simon Becker’s photographs from our art book „Eurylochus“. This was special to us for various reasons. One obviously being that we are able to show one of our artist’s work to a broader audience. Another one is that with this step we set our foot in the field of high quality art print – which you can easily get excited about!

Eurylochus Vernissage

Luckily finding the right location for the exhibition wasn’t a challenge at all. When we got to know this beautiful french wine bar „oui, madame“ in Mitte, we fell in love right away. With lots of black and wooden elements the atmosphere of the bar is very cosy and stylish at the same time. Simon Becker’s mysterious and equally inviting photographs were the obvious choice for this place – it was a perfect match!

We decided to pick up the black and wooden theme and create frames from natural wood to contrast and also complement Simon’s black and white pictures. We found the perfect material in old attic doors and upcycled them into these handmade frames.

Eurylochus VernissageObviously none of the photographs we showcase at oui, madame is round and all of them are very square, but we nonetheless stayed true to our concept, which stands for an extraordinary format. We enable our artists to give every picture its very own, individual dimensions at the highest quality – in our books as well as in art prints. Thats why the photographs at our vernissage are everything but standard format. The largest exhibition piece is over two meters long, the smallest only 40 centimeters.

In the end we are beyond happy with the outcome of this evening. We had a fun time at the vernissage, enjoyed fine wine and beautiful live music by „La petit mort“. We can only recommend everyone who is into photography (and french wine) to pay oui, madame a visit (Almstadtstraße 43, 10119 Berlin). There you can still keep Simon Becker’s framed photographs company, admire them or even – if you feel the urge – decide to purchase a piece of art, printed and handmade in Berlin.

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The Audience Award – Capturing Movement

Last Saturday we invited the public to help us chose the audience award of the photo mission we initiated with EyeEm and their great community. About 8000 images were handed in by over 2000 photographers around the world – imagine! Those are impressive numbers. And even more amazingly: we received loads of impressive images!

So before making the Jury decisions on the winners, we wanted to give you all a chance to choose your favorite picture out of our final selection of 24 outstanding images. Taking the global set-up of the artists into account we decided to have two days of Facebook voting before the actual event.

On Saturday then we had a remarkable evening, combining the Finissage of our exhibition at the Wettbureau in Berlin-Wedding, with the offline voting for the Audience Award, some champagne and Jessica Nay’s beautiful music: Noah’s tape live in concert.

The most extraordinary moment of my evening was definitely to get to know two really cool girls who had just had a 6 hour drive to be there – this totally made my day!!

And last but not least: we are proud to announce Rachel Chua (@rachlannchuaa) as the winner of the Audience ard. Congratulations, Rachel! Your picture has made its way to the hearts of hundreds!

#9 by Rachel Chua

Capturing Movement by Rachel Chua

Thank you all for being there!

Below you can see the Top 4 images of the Audience Award, congrats to all of you!

NrArtistEyeEm Total no of votes
    
#9Rachel Chua@rachlannchuaa263
#4Eric Youn@serlaluz168
#6Priscila Lima@la_lima115
#14Flavio Edreira@flavioedreira111
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Our very first vernissage

This weekend was full of adventures.

On Friday we had a great Vernissage at the lovely Wettbureau in Wedding. After intense preparations at full speed during the last week and thanks to Lea’s magic, we opened our first ever exhibition at 7pm. We showed our first publications: some great images by Larry Yust, extracts from Simon Becker’s Eurylochus and a fascinating work-in-progress version of Wilma and Wolf by Luisa Stenzel. It turned out to be an evening full of summer atmosphere, a cheerful audience and the combination of art and scrolls. Thanks to everyone for coming and the great feedback you gave us.

This opening was followed today by something much more intimate – the first ever public reading of our children’s book Wilma and Wolf by Luisa Stenzel. And it was great fun. Accompanied by brezels, the much beloved Fruchtpapier and coffee for the older kids among us, the lively Esther read for us. It was a delight to see the joy and fascination of all the kids following Wilma and the Wolf on their way through the scroll.

We hope you enjoyed our events and see you soon!